Dienstag, 28. Juni 2016

28.06.2016 - Tag 2 - Ein Bett aus Schotter














Und langsam gewinnen wir an Höhe

Feinster HK Schotter frisch aus dem Sauerland wurde heute an unser Grundstück transportiert. Der Bagger war schneller dran den Schotter zu verteilen, als dass die LKW den Schotter herankarren konnten.

Für unser 9x9m großes Haus (+1m rundum) werden nach heutiger Schätzung wohl ca. acht Lader benötigt. Ein Lader enthält dabei zwischen 25 bis 30 Tonnen Schotter. Wir erwarten also etwas über 200 Tonnen allein für das Haus. Mal sehen was die Terrasse und das Carport noch so brauchen.

Montag, 27. Juni 2016

27.06.2016 - Tag 1 - Tiefbau

Ist denn schon Weihnachten? ...

... Ja, schon lange - Doch tatsächlich steht der Bagger erst jetzt im Juni 2016 auf unserem Grundstück und bereitet nun die Schotterflächen für das Haus, unser Carport und die Terrasse vor.














Jeder Hausbauer kennt wohl diesen Moment, wenn erstmals echte Bewegung auf dem Grundstück entsteht und man selbst als Laie sehen kann, dass so langsam Konturen und Formen entstehen. Da will man am liebsten gleich selbst eine Schaufel zur Hand nehmen ... oder vielleicht auch nur mal nen halbes Stündchen den Bagger übernehmen :-)

Es gilt 80cm Schotter unter die Bodenplatte zu bringen, damit das Haus auch dem stärksten Erdbeben standhalten kann und bloß kein Frost unter dem Haus entsteht. Unser Grundstück ist zwar schön flach, es liegt jedoch leider etwas tiefer als die Straße, zudem soll der Schotter nicht direkt auf dem Mutterboden liegen. Dann musste noch der seit November wieder nachgewachsene Aufwuchs wiedermal abgefahren werden - jetzt liegen wir so tief, dass wohl etliche Tonnen Schotter mehr benötigt werden als zunächst erwartet, damit wir unser Ziel - über Straßenhöhe zu liegen - auch erreichen.

Fragt sich nur welcher Schotter verwendet werden soll? Auch hier stellen wir fest, dass wir es wieder mit einer eigenen Wissenschaft zu tun haben. Recyclingschotter (RC) wird hier zum Stichwort. Preislich günstig, aber vielleicht genehmigungspflichtig? Die Stadt Dortmund erlaubt die Verwendung von RC-Schotter bis zu einem Zuordnungswert von 1.1 (hat etwas mit den möglichen Verunreinigungen zu tun) und maximal 300t, ohne dass es einer Anzeige bedarf. Zum Glück verwenden wir unterm Haus hochwertigen Hartkalksteinschotter (HKS), jedoch für die Zufahrt, das Carport und die Terrasse wollen wir dann doch auf unser Budget achten und haben uns deshalb in diesen Bereichen für den günstigeren RC-Schotter entschieden.

Montag, 20. Juni 2016

Folgende Planungsschritte

Tiefbau - Elektroplan - Sicherheit

Es beginnt die Suche nach einem Tiefbauer, der unser Grundstück für den Guss der Bodenplatte vorbereiten soll. Auch dürfen wir uns endlich mit der Elektroplanung auseinandersetzen (das macht einen wahnsinnig) aber auch das Thema Sicherheit (Schutz vor Einbruch) lässt uns nicht in Ruhe. Nebenbei kann man sich dann auch noch Gedanken zum Bad machen. Wir besuchen mit unserer Baufirma bald eine Ausstellung - Termine zu finden gestaltet sich jedoch aufgrund unserer Berufstätigkeit als sehr schwierig, zudem sind Juni und Juli vollgespickt mit Hochzeiten.

Tiefbau
Es macht schon Sinn eine Lösung aus einer Hand zu suchen. Man stellt jedoch fest, dass sich die Kompetenz und auch die Preisunterschiede deutlich unterscheiden. Wir dachten zwar, dass unser Hausprojekt letztlich relativ überschaubar und unkompliziert sei, müssen jedoch feststellen, dass die Anhebung des Geländes, die Entwässerungsmulde, aber auch die wenig aussagekräftigen Unterlagen der Stadt bzgl. Positionierung des Revisionsschachtes, die Angelegenheit doch schwieriger erscheinen lassen. Letztlich verlassen wir uns auf unser Gefühl und treffen die Entscheidung für ein Unternehmen aus Lüdinghausen.

Elektroplanung
Welche Steckdose soll wohin? Wo welcher Schalter? Wo eine Decken- wo eine Wandleuchte? Netzwerkanschluss vielleicht noch? Küche! Ganz ein eigenes Thema - Wir wünschen viel Spaß :)

Sicherheit
Die Polizei in NRW empfiehlt bei der Sicherung der Fenster und Türen die Widerstandsklasse RC2 (mindestens aber RC2-N) zu nutzen. Dieser Standard ist aber bei Fensterbauern immer ein Extra und ist damit auch mit Mehrkosten verbunden. Nach reiflicher Überlegung akzeptieren wir die Kosten für den Mehraufwand und entscheiden uns für Verbundsicherheitsglas (muss man selbst wissen, gibt Leute die sagen 3-fach-Verglasung muss reichen) und die zusätzlichen Pilzköpfe um auf den empfohlenen Standard zu kommen.
Pro doppelflügiger Terrassentür sind das schnell 400-500 Euro an Extrakosten. But ... safety first :)

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zeitraffer - Planung, Bauantrag und -genehmigung

Von der Planung bis zur Baugenehmigung

Die abschließende Entscheidung zum Bau haben wir im Oktober 2015 getroffen. Hier haben wir uns auf den Kauf des Grundstückes (von der Stadt) und für unsere begleitende Baufirma (Unternehmen aus Herscheid) entschieden. Nach etlichen Gesprächen und darauf folgenden Angeboten waren wir letztlich, trotz der damit verbundenen Mehrkosten, davon begeistert unser Haus als Massivhaus in Fertigbauweise, mit dem Baustoff Liapor zu bauen. Die Vorteile liegen dabei für uns darin, dass wir auf Dämmmaterialien verzichten können (42cm dicke Wände aus Liapor isolieren perfekt, sorgen für ein angenehmes Raumklima und auch im Schallschutz werden super Werte erreicht), aber auch, dass der Rohbau innerhalb kürzester Zeit stehen wird.

Wir überspringen an der Stelle ein wenig den darauf folgenden Prozess, der den Kauf des Grundstücks mitsamt notarieller Beurkundung usw. enthält, wollen jedoch kurz darauf hinweisen, dass das von uns ausgesuchte Grundstück bereits seit 10 Jahren erschlossen war und sich in dieser Zeit bereits mächtig viel Aufwuchs breit gemacht hat. Die Stadt war so freundlich diesen im November 2015 zu entfernen. In dem Zuge hat die Stadt dieses gleich für sämtliche noch verfügbaren Grundstücke durchgeführt.

Tatsächlich haben wir es geschafft den Bauantrag rechtzeitig im Dezember 2015 abzugeben. Uns war dieses sehr wichtig geworden, da für 2016 wieder neue Bestimmungen bzgl. der Energieeffizienz gelten. Wir trauen der Solartechnik noch nicht ausreichend, als dass wir uns hier schon festlegen wollen und auch eine erweiterte Dämmung der Bodenplatte wollen wir unbedingt vermeiden (da Wärme ja bekanntlich nicht unbedingt nach unten verloren geht).

Laut Grundstückskaufvertrag dürfen wir das vom Dach abfließende Regenwasser nicht in den Kanal lenken (es gibt nur einen Schmutzwasserkanal), sondern sollen dieses mittels eines Mulden-Rigolen-Systems realisieren. Dieses sorgt dafür, dass das Regenwasser dem Grundwasser zugeführt wird. Klingt zunächst wie eine tolle Idee, schließlich spart man ja auch die entsprechenden Gebühren für das Abwasser, jedoch muss die Bodenbeschaffenheit das Verrieseln des Regenwassers auch zulassen. Also haben wir gewissenhaft ein Bodengutachten in Auftrag gegeben (happige 1.000 Euro) nur um dann feststellen zu dürfen, dass sich das so mit dem vorhandenen Boden nicht realisieren lässt. Unser Bauantrag beinhaltete also auch die Anfrage, wie nun mit der Entwässerung zu verfahren sei. Die Antwort hierauf war überraschend enttäuschend ... wir sollen eine Mulde mit dem Ausmaß von 45qm und einer Höhe von 14cm auf dem Grundstück beherbergen, die zudem einen Notüberlauf mit Abfluss auf das dahinter liegende Versickerungsfeld enthalten soll. Da haben wir schwer geschluckt, aber schließlich in den sauren Apfel gebissen.


Nach weiteren langen Monaten des Wartens und dem einen oder anderen Telefonat mit dem Bauamt erfolgte dann endlich im Mai 2016 die Baugenehmigung.

Freitag, 23. Oktober 2015

Beschreibung des Bauvorhabens

Liebe Leser ,
liebe Interessenten,

da wir selbst lange auf der Suche nach einem Bautagebuch waren, in dem Bauherren Ihre Erfahrungen mit dem Bau eines Hauses aus dem Baustoff Liapor darstellen und leider nicht ausreichend fündig geworden sind, möchten wir nun unsere Erfahrungen und den Prozess unseres Bauvorhabens selbst niederschreiben.

Wir haben uns nach einem langen und intensiven Lern-, Recherche- und Vergleichsprozess abschließend mit sehr gutem Gefühl für ein Massivhaus in Fertigbauweise entschieden. Dabei wird der Baustoff LIAPOR verwendet.



Rahmendaten:

  • Baugebiet: Dortmund - Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2016
  • Baudienstleister: Ein Unternehmen aus Herscheid (NRW)*
  • Art des Bauvorhabens: Massivhaus - LIAPOR - Fertigbauweise (FCN Fulda)
  • Heizungstechnik: Abluft-Wärmepumpe (NIBE)


* Firmenname wird nicht genannt um etwaigen rechtlichen Problemen auszuweichen.